Das Ende der Geduld: Konsequent gegen jugendliche Gewalttäter
Kirsten Heisig

Taschenbuch
Edition: 1
Seiten: 208
Verlag: Verlag Herder
ISBN-10: 3451302047
ISBN-13: 9783451302046


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Kommentare und Bewertungen:

Falk Restetzki
Schon der Titel ist unmißverständlich - das Buch ist keine gewöhnliche Gesellschaftskritik, sondern eine Anklage - und zwar an den Staat und dessen Versagen, und an die Gesellschaft, die aus Bequemlichkeit daran vorbeischaut, wie Frau Heisig es ausdrückt.

Sie zeichnet zunächst ein schonungsloses Bild von einem Staat, der oft machtlos ist gegenüber der Jugendkriminalität, und nur noch als reiner Geldgeber agiert. Hilflose Ämter bieten erfolglose Erziehungshilfen an, Schulen schieben sich "Problemfälle" zu wie "heiße Kartoffeln", Richter verhängen pädagogisch sinnlose Strafen. Sie will mit dieser Schilderung aufrütteln, keine Frage - und nimmt dabei auch provokante Worte in Kauf, etwas wenn sie Begriffe verwendet wie "pseudoliberale Heuchelei". Aber sie weiss auf jeden Fall, wovon sie spricht, war sie doch in ihrem Berufsalltag im Gericht, aber auch auf Jugendämtern täglich mit dem konfrontiert, was man lieber nicht hören und sehen möchte als Bürger eines reichen, sonst so friedlichen Landes.

Aber Kirsten Heisig übt in ihrem Buch nicht nur Kritik, wie so viele andere, sondern sie macht auch Vorschläge. Und kommt dabei nicht mit den üblichen Stammtischparolen - weil sie aus ihrer Berufserfahrung weiss, dass diese nicht funktionieren. Die Abschiebung krimineller Jugendlichen bezeichnet sie zum Beispiel als "totes Gleis", weil es sich formaljuristisch oft um Staatenlose handelt, die sowieso kein anderes Land aufnehmen würde und wollte. Sie plädiert statt dessen etwa für eine geschickte Anwendung des Jugendstrafrechts, wie sie es bezeichnet. Nämlich dort, wo es Gesetz und eine gesicherte Beweislage zulassen, schnell zu verurteilen, um überhaupt eine pädagogische Wirkung erzielen zu können.

Die Wirkung ihres Buch wird Kirsten Heisig leider nicht mehr erleben. Denn es ist ja "posthum" erschienen, wie man es in der Literatursprache nennt. Aber vielleicht ist das Buch ja auch ein Vermächtnis und eine Botschaft an uns alle. Denn ein Einzelner kann wenig bewirken, reibt sich auf, resigniert vielleicht irgendwann. Die von ihr angestossenen Veränderungen im Denken und Handeln müssen aus der Mitte der Gesellschaft kommen, von ihr getragen werden, um dauerhaft etwa zu bewirken. Damit es irgendwann heißt: Das Ende der Gewalt!




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Martin
Es ist unglaublich und unfassbar, welche Zustände offensichtlich in der Berliner Jugendarbeit herrschen. Wegsehen als Prinzip. Man feiert sich auf Partys als die großen Multikulti-Protagonisten - aber auf Kosten der Jugend und zulasten der ganzen Gesellschaft. Ganze Generationen von Jugendlichen aus problematischen Vierteln werden sich selbst überlassen, werden von vornherein aufgegeben. Aus ideologischen Gründen darf nicht sein, was längst Realität ist.

Kirsten Heisig weist aber einen Weg zur Lösung, der überzeugend wirkt. Hoffentlich lesen viele berliner Verantwortliche ihr Buch und nehmen es sich ehrlich zu Herzen.

Anstatt eine solche engagierte und kompetente Frau wie Kirsten Heisig zu unterstützen und zu fördern, wird sie von Berliner Politik und Behörden alles andere als positiv begleitet. Die Brutalität des Umgangs mit kritischen Stimmen, nicht nur bei Kirsten Heisig, ist erschreckend. Bleibt nur zu hoffen, dass die Umstände ihres unvermittelten Todes restlos aufgeklärt werden.
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Sancho
Frau Heisig war eine bemerkenswert mutige Frau,die sich in Zeiten der totalen "Gesinnungskontrolle" von Parteien und Medien getraut hat die Wahrheit zu sagen.Es gibt tatsächlich noch Bürger in dieser Republik die Multikulti verwechseln mit essen gehen beim Libanesen und spanischem Flamenco-Tanzabend. Dies ist jedoch so Multikulti wie Hamburger essen in Japan oder Bratwurst in New-York. Multikulti wie unsere Polit-Eliten es verstehen ist die völlige Aufgabe deutscher Lebensart und Kultur, so wie sie von den 68Žern verdammt und dämonisiert wird. Um diesen Trend nachhaltig zu unterstützen hat man ,getreu der Maxime von Joschka Fischer "Man muss Deutschland von Außen einhegen und von Innen ausdünnen", mit deŽm massenhaften "Import" besonders muslimischer Migranten begonnen. Die Folgen dieses Imports haben heute millionen Deutsche jeden Tag auszubaden.Das Märchen vom Ausländerhass und der permanent in den Medien zelebrierte "Kampf gegen Rechts" sind Teil einer gewaltigen Kampagne um der deutschen Bevölkerung das latent bei fast jedem vorhandene "Bin ich Nazi?"-Syndrom einzuimpfen.Das ganze wird flankiert von einer schon an Unfassbarkeit grenzenden laxen Justiz, wenn es um die Bestrafung von ausländischen Straftätern geht.Sei es bei delikten der Leistungserschleichung oder Gewaltdelikten.Es fällt auf ,dass die volle Härte des Gesetzes fast nur noch Einheimische trifft.Das ist so gewollt von geistigen Kamikazefliegern wie Wowereit und Ströbele, die sich in orgiastischen Schilderungen des "Bunten Deutschland" ergehen, das es so nicht gibt und nie geben wird. Den die neuen Mitbürger sind nicht als Freunde gekommen, sondern als Eroberer.Integrationswille ist bei der überwiegenden Mehrheit, speziell der Muslime, nicht vorhanden. Es ist längst eine Paralelgesellschaft aufgebaut die (bis auf die Sozialleistungen) völlig losgelöst von der restlichen Gesellschaft existiert. Diese Paralelgesellschaft ist zum einen durch große familiencland und mafiöse Strukturen und zum anderen durch religiöse Organistionen des Islam wie z.B. die DITIB organisiert. Auf der Anderen seite wird die deutsche Familienpolitik (die eigentlich überhaupt nicht existent ist) so stiefmütterlich betrieben , dass die arbeitende Bevölkerung (mit Ausnahme der ärmsten und ungebildeten, denn diese haben nichts zu verlieren)sich Kinder nicht mehr leisten kann und will.Sie können Sich selbst ausmalen welchen Weg dieses Land gerade nimmt und wie das Niveau und Bevölkerungsbild schon in 5-10 Jahren.Das Ganze ist eine Einbahnstrasse ins Elend.warum gibt es diese Multikulti-Diskussion eigentlich nur mit und über Türken ,Araber, Kurden etc.? Warum nicht mit Spaniern,Italienern,Portugiesen? Warum werden jeden Tag in Deutschland Deustche von "Südländern" mit dem Messer hingemetzelt , ausgeraubt, vergewaltigt. Wo liegt dieses "Südland" dessen Einwohner Mohammed , Murat, Massud heißen? Warum wird der hundertfache Mord an deutschen , wegen Innländerhass niemals Anlass einer Lichterkette , eines ZDF-Spezial oder sonst einer Betroffenheitsveranstaltung?warum wird , der widerliche Mord an der Ägypterin Marwa in Dresden von einem zugewanderten Russlanddeutschen als böser Rückfall in übelste "Nazi-Zeiten" aufgearbeitet mit internationalem Presse-Echo und Selbstkasteiungsübungen aller deutschen Politiker quer durch die Parteien gutiert und anschliessend ein Denkmal für das Opfer errichtet. wo sind die denkmale für die toten Deutschen , die aus rassistischen Motiven von Ausländern ermordet wurden? Warum wird der Mord an Dominik Brunner so in der presse zelebriert? Nicht etwas weil er Zivilcourage gezeigt hat, nein weil die Täter deutsch sind. Im gleichen Zeitraum gab es mehrer Tote Erwachsene durch den Angriff jugendlicher Gewalttäter mit Migrationshintergrund, aber das darf nicht berichtet werden. Das Volk könnte ja aufwachen. Ich bin selbst mit einer Ausländerin verheiratet und meine Kinder sind nicht blond und blauäugig. Ich habe Angst eines Tages meine Heimat verlassen zu müssen , weil der Druck der hier in der Gesellschaft entsteht sich eines Tages explosionsartig entladen wird. Auf die eine oder Andere Weise und es kann nichts gutes für uns daraus entstehen. Es macht mich traurig, dass wir uns nicht wehren,so wie Frau Heisig, gegen diese verantwortungslose Politik , die sich längst von ihrem Volk distanziert hat und nur noch dem Machterhalt verpflichtet ist."Toleranz ist die letzte Tugend einer untergehenden Gesellschaft" Aristoteles.
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Lena Waider
Kirsten Heisig berichtet in ihrem posthum erschienenen Buch eindringlich und erschütternd vom Problem der jugendlichen Gewaltkriminalität. Neben dem von ihr selbst entwickelten und im Buch eingehend erläuterten "Neuköllner Modell" für eine beschleunigte Bearbeitung von Straffällen, schlägt sie eine Vielzahl weiterer, primär präventiv wirkender Maßnahmen vor. Mal abgesehen davon, dass ich mir an manchen Stellen mehr Belege gewünscht hätte: Dies wirkt alles sehr kompetent und engagiert.

Allein mir fehlt der Glaube, dass ihre Vorschläge eine substanzielle Verbesserung der Situation bewirken könnten, denn sie setzen nicht am eigentlichen gesellschaftlichen Grundproblem an.

Seit Charles Darwin wissen wir, dass sich alles Leben auf der Erde gemäß einem ganz einfachen Grundprinzip entwickelt: Ein größerer Erfolg beim Umgang mit dem Lebensraum wird mit durchschnittlich mehr Nachkommen belohnt. Dies sorgt dafür, dass die Lebensraumkompetenzen der Vorgängergenerationen auch bei den nachfolgenden Generationen ankommen. Hierdurch können sich Arten, aber auch Kulturen, an ihre jeweilige Umgebung fortlaufend anpassen und damit weiterentwickeln.

In den meisten Industrienationen überlässt man hingegen die Nachwuchsarbeit in zunehmenden Anteilen den sozial Exkludierten. Das hat zur Folge, dass man auch immer mehr Armut und soziale Exklusion schafft. Kirstin Heisig hat gegen die dadurch verursachten Probleme anzukämpfen versucht. Dass sie den Kampf nicht gewinnen konnte, liegt auf der Hand: Mit Sandburgen kann man eine heranrollende Flut nicht wirklich aufhalten.

Ursache des Problems ist ein politisch korrektes Denken, welches seinen Vertretern zunächst meist viele Vorteile bringt, langfristig aber sozial desaströs ist. Man könnte es wie folgt zusammenfassen: "Frauen und Männer sollten beide möglichst viel Bildung erlangen. Diejenigen, denen das besonders gut gelingt, sollten ihre Kompetenzen dann umfassend der Wirtschaft zur Verfügung stellen. Für die profane Nachwuchsarbeit sind sie dagegen im Grunde zu schade. Die überlässt man am besten denen, die aufgrund geringer Bildung nur geringe Berufsaussichten besitzen." Letztere erklärt man zu sozial Benachteiligten, die aber anteilsmäßig immer mehr sozial Benachteiligte zur Welt bringen. Wobei dies weniger eine Folge der angeblich zu vielen Migrantenkinder ist, sondern vor allem der fehlenden Kinder der Mittelschicht: Sibel lernt im Kindergarten ihr Deutsch nicht von Leon, sondern von Goran.

Das sei gut, behaupten die politisch Korrekten, denn "erst die geringe Kinderzahl moderner Akademiker gebe dem Nachwuchs aus unteren Gesellschaftsschichten Raum für die eigene Karriere", was natürlich Unsinn ist, wie die Praxis längst erwiesen hat. Dies macht aber nichts, denn eigentlich wollte man ohnehin nur sagen: "Erst ihre Kinderlosigkeit gibt modernen Akademikern den Raum für die eigene Karriere und das Geld für schicke Autos und teure Fernreisen". Beschwichtigend heißt es dann meist dazu, dass man eigentlich auch gerne Kinder hätte, wenn die denn nur besser mit dem eigenen 60-Stunden-Job vereinbar wären. Doch aufgrund der noch immer fehlenden Krippenplätze müsste man bedauerlicherweise auf eigene Kinder verzichten. Ersatzweise sollte der Staat stärker in die Bildung der Kinder sozial benachteiligter Familien investieren, um aus ihnen die leistungsfähigen Steuerzahler der Zukunft zu formen, die dann - sollten die Maßnahmen vom Erfolg gekrönt sein - allerdings ebenfalls kaum mehr Kinder haben werden.

Es sind solche Ideologien, die dafür sorgen, dass die von Kirsten Heisig vorgeschlagenen Maßnahmen letztlich nur kosmetische Effekte haben dürften. Vielleicht hat sie das geahnt.

Ich empfehle das interessante Buch dennoch, denn es eröffnet tiefe Einblicke in eine Problematik, die das Zeug zum sozialen Sprengstoff hat.
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Hören und Sehen
Ich bin schon etwas ernüchtert, ein Buch zu loben, dass doch nur die Wahrheit beschreibt. Ich hätte vor 25 Jahren nicht gedacht, dass es einmal so weit kommen würde. Hierzulande ist es fast unmöglich geworden, dies zu tun. Die Richterin Heisig hat es getan. Gescheitert ist sie letztlich an der Ignoranz der herrschenden Meinungsmacher und wohl einer eigenen Fehleinschätzung bezüglich dessen, was geht. Denn das Problem reicht viel tiefer, als dass es eine Zivilgesellschaft wohl zu regeln in der Lage wäre, deren Anspruch einmal auf dem "mündigen Bürger" basierte. Fazit: Die unkontrollierte Masseneinwanderung aus dem islamischen Kulturraum war ein verheerender Fehler - in der jüngeren deutschen Geschichte vielleicht vergleichbar mit der Isolationspolitik des Kaiserreichs oder der Wahl der Nazis ins Parlament in den zwanziger Jahren. Die Konsequenzen stehen uns im aktuellen Geschehen vielfach erst bevor. Wir stehen am Anfang. Das hat Heisig zuletzt erkannt. Insofern ist das "Ende der Geduld" zu verstehen: Man muss retten, was zu retten ist. Lesen Sie dieses Buch, wenn Sie nicht in einer westdeutschen städtischen Umgegung wohnen, falls doch, dann lesen Sie nicht, sondern gehen Sie mit offenen Augen durch die Straßen!
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